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Aktiv unter einem Dach

Im Evangelischen Gemeindezentrum im Saarlouiser Stadtteil Steinrausch entsteht das Projekt „Miteinander der Generationen“. Die Kooperationsvereinbarung wurde dieser Tage unterzeichnet.

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Wandel. Die Rahmenbedingungen des familiären Zusammenlebens haben sich verändert, sei es durch die Verschiebung der Alterstrukturen oder dadurch, dass sich Frauen immer mehr in den Beruf einbringen und nicht mehr allein auf Kindererziehung, Haushalt oder Pflege naher Angehöriger konzentrieren. „Als kinder- und familienfreundliche Stadt wollen wir unserem Anspruch gerecht werden und haben daher das Projekt ins Leben gerufen“, sagte Oberbürgermeister Roland Henz bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit der Evangelischen Kirchengemeinde. „Der wesentliche Auftrag wird im Bereich Bildung und Förderung liegen“, ergänzte Bürgermeister Klaus Pecina. Damit will man Familien helfen, die aufgrund immer komplexer werdenden Anforderungen in den verschiedenen Lebensbereichen und –phasen überfordert sind.

Zahlreiche Aktivitäten geplant

„Im Projekt „Miteinander der Generationen“ sollen sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren im Alltag selbstverständlich begegnen, sich helfen und voneinander lernen“, beschreibt Michael Leinenbach das Konzept. Leinenbach ist Sozialpädagoge und Abteilungsleiter bei der Stadt Saarlouis. Derzeit finden in dem Gemeindezentrum bereits verschiedene Aktivitäten statt, die ergänzt und ausgebaut werden. Zur wichtigen Aufgabenstellung des neuen Projektes gehören ein betreuter Kinder- und Jugendtreff, die Integration und der Ausbau der Hausaufgabenbetreuung sowie die Verstärkung von Angeboten für Senioren. Darüber hinaus wird es auch Angebote für Migranten sowie Kreativangebote geben. Auch vorhandene Ressourcen sollen genutzt werden. So wird die vorhandene Kegelbahn wieder aktiviert und zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Das Haus soll bestehenden Gruppen und Gruppierungen als inhaltliche und räumliche Anlaufstelle dienen. Sie erhalten die Möglichkeit, sich hier zu treffen und sich aktiv in die Planung und Gestaltung des Projektes einzubringen. Zu den Partnern zählen unter anderem Kirchen, Kindergärten, Schulen und Vereine. Eine wesentliche Bedeutung kommt auch dem bürgerschaftlichen Engagement zu. „Wir wollen mit allen Beteiligten Brücken bauen und den verschiedenen Partnern die Möglichkeit der Kommunikation geben“, so Sabina Busmann, evangelische Pfarrerin in Saarlouis.

Fachliche Begleitung durch Referenten

Zunächst steht die Bildung einer Steuerungsgruppe auf dem Programm. Diese besteht aus je einem Vertreter der Stadt Saarlouis und der evangelischen Kirchengemeinde sowie einem Referenten. Der Referent wird die entsprechenden Bereiche fachlich begleiten. Die Steuerungsgruppe organisiert interne Kommunikation, steuert Arbeits- und Planungsprozesse und schafft Zuständigkeiten für übergreifende Fragestellungen und Personalisierung. Neben der Steuerungsgruppe wird ein Beirat eingerichtet, der beratende Funktion besitzt. Ihm gehören neben den Trägern auch Vertreter der mitwirkenden Kirchen, Verbände und Vereine an. Weiter ist die Gründung eines Fördervereins angestrebt. „Wir sind zuversichtlich und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, meinte Jörg Beckers, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis.

Autor/in: Sabine Schmitt (Pressesprecherin der Stadt Saarlouis)

28.01.2009

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