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Generationen verbinden durch Vernetzung

Christian Gräber, Sabina Busmann, Roland Henz, Philipp Huch-Hallwachs, Andreas Sommer und Michael Leinenbach (v.l.) stellten beim "Offenen Frühstück" die weiteren Planungen vor

Das Projekt „Miteinander der Generationen“ im Saarlouiser Stadtteil Steinrausch wurde in ein Aktionsprogramm des Bundes aufgenommen und darf sich jetzt Mehrgenerationenhaus nennen.

Im Jahre 2009 wurde das Projekt „Miteinander der Generationen“ von der Stadt Saarlouis in Zusammenarbeit mit der Evagelischen Kirchengemeinde im Gemeindezentrum Steinrausch ins Leben gerufen. Die Idee bestand darin, eine Möglichkeit zur Begegnung der Generationen zu schaffen und das ist auch gelungen. Es gibt verschiedene Angebote wie den „Seniorenbesuchsdienst“, Bildungsangebote und die „Offenen Treffs“. Man trifft sich jeweils einmal im Monat zum Frühstück und zum Mittagessen. Beide Angebote haben sich mittlerweile etabliert und werden gut angenommen.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Davon konnte sich Oberbürgermeister Roland Henz überzeugen, der zum „Offenen Frühstück“ rund 70 Besucher begrüßte. Gemeinsam mit Pfarrerin Sabina Busmann, Projektreferent Christian Gräber, Abteilungsleiter Michael Leinenbach, bei der Stadt zuständig für Familien und Soziales und Philipp Huch-Hallwachs, Vorsitzender des mittlerweile gegründeten, gleichnamigen Vereins „Miteinander der Generationen“ stellte er die aktuelle Situation und die Zielsetzung vor. „25 Prozent der Saarlouiser Bevölkerung sind bereits über 65 Jahre, die Geburtenrate sinkt stetig“, erklärte Henz. Um die Generationen und deren unterschiedliche Interessen zu verbinden, sei eine Vernetzung nötig. Dafür sei das Mehrgenerationenhaus genau der richtige Ort. Die Stadt arbeitet derzeit an der Fortschreibung und Weiterentwicklung ihrer Sozialplanung. Man will Aufschluss darüber, wie sich die Gesellschaft in der Stadt und den Stadtteilen zusammensetze, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Man sei stolz, dass das Projekt „Miteinander der Generationen“ so gut funktioniert, dass nun ein Modellprojekt daraus geworden ist. Insgesamt gibt es rund 450 solcher Modellprojekte bundesweit. „Solche Häuser sind Zukunftsmodelle der Gesellschaft“, sagte Christian Gräber. Stadt und Kirche haben sich zusammengefunden und mit Unterstützung des Vereins sei man in das Aktionsprogramm aufgenommen worden. Philipp Huch-Hallwachs freute sich, dass der Verein die Umsetzungsaufgabe übertragen bekam. Trotz knapper Kassen sei er überzeugt, dass man eine vernünftige Sozialpolitik hinkriege.

Spannende und anspruchsvolle Ziele

Im Rahmen des Aktionsprogramms müssen in den kommenden Jahren die bereits vorhandenen Angebote im Rahmen bestimmter Vorgaben weiterentwickelt sowie neue Angebote geschaffen werden. Geplant sind weitere Kooperationen mit Partnern wie der Familienbildung, den Sozialstationen, den Seniorengruppen, Schulen, den Frauenbeauftragten und vielen anderen. Im Haus selbst wird ein offener Tagestreff mit Cafeteria/Bistro eingerichtet, wo man jederzeit vorbeischauen kann. Ein Handlungsschwerpunkt wird auf dem freiwilligen Engagement liegen. Im Rahmen von Bürgerarbeit sollen neue berufliche Perspektiven für Arbeitslose geschaffen werden. Neu aufgebaut werden soll unter anderem eine „Seniorentelefonkette“, in der ältere und zum Teil allein stehende Menschen täglich zu bestimmten Zeiten miteinander in Kontakt treten. In Zukunft sollen Familien mit Migrationshintergrund stärker angesprochen werden durch Sprachkurse und spezielle Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Migrationsstellen. Die Jugendarbeit soll sich in verstärktem Maße den generationsübergreifenden Aktivitäten und Projekten zuwenden. Kochabende für „Jung und Alt“ sowie Diskussionsrunden sind vorgesehen. Ein so genannter „Wichteldienst“, eine Unterstützung von Eltern und Alleinerziehenden in Erziehungsfragen, soll neu konzipiert und eingerichtet werden. Und schließlich soll die Netzwerkarbeit über den Stadtteil Steinrausch und seine angrenzenden Stadtteile hinaus ausgedehnt werden.

Das Projekt erhält für drei Jahre einen jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro aus Bundesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds, die Stadt zahlt weitere 10.000 Euro im Jahr. Weitere Unterstützung erfährt das Projekt vom Landkreis Saarlouis durch Zuwendungen zur „Zielgruppenorientierten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Job-Center geplant.

 

Autorin: Sabine Schmitt

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