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Der Alte Friedhof in Saarlouis - ein wahres Kleinod

Hans Jörg Schu, Vorsitzender des Fördervereins Alter Friedhof Saarlouis

In seinem bebilderten Vortrag über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten des Alten Friedhofs in Saarlouis illustrierte Hans Jörg Schu am Mittwoch, 30.11. im Projekt „Miteinander der Generationen“ auf dem Steinrausch sehr anschaulich, wie die Grabmäler des Alten Friedhofs in einzigartiger Weise die wechselvolle Geschichte der Grenzfestung und Grenzstadt Saarlouis dokumentieren. Schu verdeutlichte eine fast 240jährige Friedhofskultur, die sich in der Vielfalt an Stilarten und Formen widerspiegelt. Auf allen Friedhofteilen sind zeittypische Grabmäler aus verschiedenen Epochen erhalten.

Besonders gebannt folgten die Zuhörer den Ausführungen zu den Lebensgeschichten der dort Bestatteten, denn zahlreiche Grabmäler erinnern an Persönlichkeiten, die als Politiker, Geistliche oder Militärs auf verschiedenen Ebenen Geschichte mitgeschrieben haben. Ein besonderer Reiz des Alten Friedhofs liegt für Schu in dem Gegensatz von bescheidenen Grabsteinen, die sich neben aufwändigen Grabmälern behauptet haben. Denn die Gräber erzählen eben auch kleine anrührende Geschichten, wie die des „lieben Negers Chim Bebe“, der aus der damaligen deutschen Kolonie Togo stammte, oder jene des Zirkusjungen, der 1901 in Saarlouis bei einem Sturz vom Trapez ums Leben kam.

Außerdem berichtete Schu auch von den schweren Grabschändungen, von denen der Friedhof im Januar heimgesucht wurde. Hiernach waren umfangreiche Sanierungsarbeiten von Nöten, die dank des großen Engagements des Fördervereins Alter Friedhof Saarlouis, dem Schu vorsteht, zusammen mit der Kreisstadt und anderen Förderern inzwischen abgeschlossen werden konnten.

Abschließend wies Schu darauf hin, dass zur Erhaltung der „künstlerisch oder historisch wertvollen Grabmäler“ für Interessierte die Möglichkeit besteht, Patenschaften für diese denkmalwerten Grabstätten zu übernehmen. Die Paten verpflichten sich dazu, die Grabstätte zu restaurieren, instand zu halten und zu pflegen. Im Gegenzug verleiht die Kreisstadt Saarlouis den Paten dafür im Rahmen der „Satzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen in der Kreisstadt“ ein Nutzungsrecht an der Grabstätte.

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